Zwei Tools, die ähnlich aussehen und gegensätzliche Aufgaben haben
Monkeytype ist eine der beliebtesten Schreibtest-Seiten im Netz, und das aus gutem Grund. Es ist kostenlos, quelloffen, herrlich minimalistisch und gibt dir sofort Rückmeldung zu deinen Anschlägen pro Minute und deiner Genauigkeit. Wenn du bereits im Zehnfingersystem schreibst und dein Tempo messen, verfolgen und steigern willst, ist es kaum zu schlagen.
Typiq ist ein anderes Werkzeug. Es ist ein Schreibtrainer für den Desktop, der dir das Tippen von Grund auf beibringt und dir in Echtzeit zeigt, welcher Finger auf welche Taste gehört. Gebaut ist er für Kinder, die die Tastatur lernen, für Eltern, die es ihnen beibringen, und für Erwachsene, die das blinde Schreiben nie gelernt haben.
Der Unterschied in einem Satz: Monkeytype testet dich, Typiq bringt es dir bei. Das eine setzt voraus, dass du bereits tippen kannst, und hilft dir, schneller zu werden. Das andere setzt voraus, dass du es noch nicht kannst, und führt dich Schritt für Schritt hindurch.
Dieser Vergleich stammt vom Team hinter Typiq, also ordne die Perspektive entsprechend ein. Wir haben die Fakten sauber gehalten und Meinungen als Meinungen markiert. Monkeytype ist in dem, was es tut, wirklich hervorragend, und wir sagen das dort, wo es zutrifft.
Preis: kostenlos vs. einmalig
Fangen wir bei dem Punkt an, an dem Monkeytype klar gewinnt.
Monkeytype ist komplett kostenlos. Es gibt keine Premium-Stufe, kein Abo, keine Bezahlschranke und keine Funktion, die hinter einer Zahlung versteckt ist. Es ist Open Source unter der Lizenz GPL-3.0. Das Projekt finanziert sich über freiwillige Unterstützung: Spenden, Merch und optionale Werbung (standardmäßig aus, du entscheidest, ob du sie einschaltest). Nichts wird dir aufgezwungen, und du kannst jede Funktion nutzen, ohne einen Cent zu zahlen.
Typiq kostet 18,99 €, einmalig gezahlt, für eine lebenslange Lizenz – niemals ein Abo. Es gibt eine kostenlose 30-Minuten-Testversion ohne Karte und ohne Anmeldung, damit du es vor dem Kauf ausprobieren kannst.
Ehrlich gesagt: kostenlos ist eine echte Stärke von Monkeytype, und das tun wir nicht weg. Wofür du bei Typiq bezahlst, ist eine völlig andere Sache – ein strukturierter Lehrplan, eine Fingerführung in Echtzeit, eine native Offline-App und das Versprechen ohne Werbung und ohne Tracking. Wenn du nur einen Tempo-Test willst, musst du niemandem etwas zahlen. Wenn du das Tippen beigebracht bekommen willst, dann verdient sich ein einmaliger Kauf seinen Wert.
Den Preis von Typiq siehst du auf der Kaufseite.
Plattform und Offline-Nutzung
Monkeytype ist eine Web-App. Die eigene Beschreibung nennt es eine Schreibtest-Website, und genau das ist es auch – du nutzt es im Browser. Es gibt keine offizielle Desktop-App und keine offizielle App für iOS oder Android. (Du findest vielleicht „Monkeytype"-Einträge in den App-Stores, aber das sind inoffizielle Wrapper von Dritten, keine Builds vom Monkeytype-Team.) Weil es im Browser läuft, bewirbt oder dokumentiert es keinen Offline-Modus.
Typiq ist eine native App, die du installierst – auf Mac (Apple Silicon und Intel), Windows, Linux und Chromebook. Nach der Installation läuft sie vollständig offline – für eine Lektion brauchst du keine Verbindung. Das zählt in Klassenräumen mit wackligem WLAN, im Flugzeug oder überall dort, wo du dich nicht darauf verlassen willst, dass ein Browser-Tab offen bleibt.
Um genau zu sein: Wir behaupten nicht als harte Tatsache, dass Monkeytype „offline nicht funktioniert". Wir sagen, dass es eine browserbasierte Seite ohne dokumentierten Offline-Modus ist, während das Offline-First-Design von Typiq ein bewusster, belegbarer Unterschied ist. Einer der Schritte in der Typiq-Installationsanleitung lautet schlicht: Sobald die App auf deinem Rechner ist, läuft sie auch ohne Internet weiter.
Lernansatz: der entscheidende Unterschied
Das ist der eigentliche Grund, einen Vergleich zwischen diesen beiden zu lesen.
Monkeytype ist ein Test, kein Trainer. Es wirft dich in einen Wortblock und misst, wie schnell und genau du ihn tippst. Es gibt keinen Lehrplan, keinen Lektionsverlauf und – entscheidend – keine Fingerführung. Es zeigt dir nicht, welchen Finger du nehmen sollst, blendet keine Hand und keine Tastatur-Überlagerung ein und korrigiert deine Technik nicht. Es setzt voraus, dass du bereits tippen kannst und einfach schneller werden willst. Unabhängige Tests sagen es klar: Es ist nicht das richtige Werkzeug, wenn du das Tippen von Grund auf lernst.
Typiq ist rund um das Vermitteln von Technik gebaut. Es gibt dir einen strukturierten Weg und zeigt bei jedem Anschlag in Echtzeit die Fingerstellung auf einer farbcodierten Bildschirmtastatur – welcher Finger jetzt welche Taste treffen soll. Das ist die zentrale Lücke zwischen beiden Produkten. Wenn du das Zehnfingersystem nie gelernt hast, ist Typiq darauf ausgelegt zu korrigieren, wie du tippst, nicht nur zu stoppen, wie schnell du tippst.
Ein hilfreiches Bild: Monkeytype ist die Stoppuhr an der Laufbahn. Typiq ist der Trainer, der dir das Laufen beibringt. Sobald Typiq (oder ein anderer Trainer) dir die Grundlagen vermittelt hat, wird ein Werkzeug wie Monkeytype ein wirklich guter Ort, um deine Zahlen weiter zu treiben. Wenn du bei null anfängst, erklärt unser Leitfaden zum Zehnfingersystem für Anfänger, warum die Technik vor dem Tempo kommen muss.
Übungsvielfalt, Anpassbarkeit und „Sprachen"
Hier ist ein weiterer Bereich, in dem Monkeytype glänzt.
Monkeytype ist enorm anpassbar und vielfältig. Zu den Testmodi gehören Zeitläufe (15/30/60/120 Sekunden oder frei wählbar), Wortzahl-Modi (10/25/50/100), Zitate und dein eigener Text, mit Schaltern für Satzzeichen und Zahlen. Du bekommst Live-Anschläge, Genauigkeit, einen Konstanz-Wert, Wiederholungen der Ergebnisse, das Verfolgen persönlicher Bestwerte, eine globale Rangliste, „Code"-Übungsmodi für Programmiersprachen und spaßige Challenge-Modifikatoren. Optisch gibt es weit über hundert Community-Themes sowie Schriftarten, Cursorstile und Klänge. Zum eigenständigen Drillen ist es ein Spielplatz.
Außerdem bringt es Übungstexte in einer sehr großen Zahl von Wortlisten mit – weit über hundert. Eine wichtige Klarstellung allerdings: Das sind Wortlisten für Testtexte, keine übersetzten Oberflächen oder Tastaturlayouts. Sie geben Monkeytype riesige Vielfalt darin, was du tippst, aber das ist etwas anderes als eine lokalisierte Oberfläche oder ein angepasstes Tastaturlayout.
Die Mehrsprachigkeit von Typiq gehört in eine andere Kategorie. Typiq bietet 9 Oberflächensprachen und 9 echte Tastaturlayouts – das heißt, die App selbst ist übersetzt und die Lektionen passen zum physischen Layout, das du tatsächlich verwendest (zum Beispiel echtes QWERTZ). Da geht es um das Lernen auf der Tastatur vor dir, in einer Sprache, die du liest, und nicht um die Breite der Übungstexte.
Vergleiche diese Zahlen also nicht direkt: Die „100+ Sprachen" von Monkeytype sind Wortlisten für Leute, die bereits tippen können, die neun von Typiq sind vollständige Oberflächen-Übersetzungen plus passende Tastaturlayouts für Lernende.
Daten und Datenschutz
Monkeytype verlangt für einen Test kein Konto – ein angenehm niedriger Einstieg, und die Anmeldung ist optional, nur wenn du deinen Verlauf speichern, Bestwerte behalten oder in der Rangliste auftauchen willst. Als Web-App läuft es in deinem Browser, und wenn du die optionale Werbung einschaltest, bringt die das übliche Verhalten von Drittanbieter-Werbung mit – aber das ist deine Entscheidung und standardmäßig aus.
Typiq läuft lokal auf deinem Gerät. Keine Werbung, kein Tracking, und die 30-Minuten-Testversion braucht keine Karte und keine Anmeldung. Deine Übungen bleiben auf deinem Rechner, weil die App offline arbeitet. Gerade für Familien ist „nichts verlässt das Gerät" eine bedeutsame Voreinstellung – und ein klarer Punkt beim Datenschutz.
Beide Produkte halten die Hürde zum Starten niedrig. Wir überzeichnen hier keinen Vorteil beim ersten Aufruf – Monkeytype im Browser zu öffnen und die Typiq-Testversion zu starten sind beide wirklich einfach.
Für wen Monkeytype besser ist
Fair bleiben: Es gibt echte, gute Gründe, sich für Monkeytype zu entscheiden.
- Du schreibst bereits im Zehnfingersystem und willst dein Tempo messen und verbessern.
- Du willst es kostenlos und quelloffen, ganz ohne Kaufentscheidung.
- Du liebst Anpassung – Themes, Schriftarten, Cursor, Klänge, eigener Text.
- Du bist ein Wettkampf-Tipper, der Ranglisten-Plätze und Bestwerte jagt.
- Du bist Programmierer und willst an Code-artigen Wortlisten drillen.
- Du bevorzugst einen Browser-Tab gegenüber installierter Software.
Wenn das auf dich zutrifft, passt Monkeytype hervorragend, und du brauchst wahrscheinlich nichts anderes.
Für wen Typiq besser ist
- Du lernst das Tippen von Grund auf und brauchst jemanden, der dir zeigt, welcher Finger wohin gehört.
- Du bist ein Kind (oder bringst es einem bei) – Typiq ist für Kinder von 6 bis 14 Jahren gebaut und für die Eltern, die sie begleiten.
- Du bist Erwachsener und hast das Zehnfingersystem nie gelernt und willst echte Technik, nicht nur eine Tempo-Zahl.
- Du willst eine native App, die vollständig offline läuft, keine browserabhängige Seite.
- Du willst null Werbung und kein Tracking, mit allem, was lokal läuft (DSGVO-freundlich).
- Du willst Lektionen in deiner Sprache auf deinem Tastaturlayout (9 Oberflächensprachen, 9 Layouts).
Wenn du noch nicht tippen kannst, ohne nach unten zu schauen, sagt dir ein Tempo-Test nur, dass du langsam bist. Ein Trainer behebt es.
Funktionsvergleich
| Funktion | Monkeytype | Typiq |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Schreibtest (Tempo messen) | Schreibtrainer (Technik beibringen) |
| Fingerführung in Echtzeit | Nein | Ja – farbcodiert, bei jedem Anschlag |
| Strukturierter Lehrplan / Lektionen | Nein | Ja |
| Für echte Anfänger / Kinder | Nein (setzt Tippen voraus) | Ja (6–14 Jahre, plus Erwachsene) |
| Preis | Kostenlos (Open Source, GPL-3.0) | 18,99 € einmalig, lebenslang |
| Kostenloser Einstieg | Vollständig kostenlos | 30-Min-Test, ohne Karte, ohne Anmeldung |
| Plattform | Web (nur Browser) | Nativ: Mac, Windows, Linux, Chromebook |
| Offline-Nutzung | Kein dokumentierter Offline-Modus | Läuft nach Installation vollständig offline |
| Werbung | Optional (standardmäßig aus) | Nie |
| Tracking | Browserbasiert; optionales Konto | Läuft lokal, kein Tracking |
| Tempo-/Genauigkeitsmessung | Umfangreich (Anschläge, Konstanz, Rangliste) | Auf Lernfortschritt ausgerichtet |
| Anpassung (Themes/Schriften) | Umfangreich (100+ Themes) | Fokussiert, lernorientierte Oberfläche |
| Vielfalt der Übungstexte | Riesig (100+ Wortlisten, inkl. Code) | Strukturierte Lektionen |
| Oberflächensprachen / Tastaturlayouts | Web-UI; Wortlisten ≠ Layouts | 9 Oberflächensprachen + 9 Tastaturlayouts |
Das Fazit
Monkeytype und Typiq sind eigentlich keine Konkurrenten – es sind Werkzeuge für zwei verschiedene Phasen derselben Reise.
Wenn du bereits im Zehnfingersystem schreibst, ist Monkeytype ein fantastischer, kostenloser, quelloffener Weg, dein Tempo zu messen, zu drillen und dich zu messen. Für diese Aufgabe würden wir es ohne Zögern empfehlen. Es gibt keinen Lehrplan und keine Fingerführung, aber das ist gewollt: Es ist ein Test, und ein sehr guter.
Wenn du noch nicht richtig tippen kannst – wenn du im Adlersuchsystem tippst, ein Kind unterrichtest oder das Zehnfingersystem nie gelernt hast – bringt dir ein Tempo-Test nichts bei. Genau diese Lücke füllt Typiq: ein strukturierter Trainer, der bei jedem Anschlag die Fingerstellung in Echtzeit zeigt, nativ und offline läuft, einmalig 18,99 € kostet und dir nie Werbung zeigt. Lerne erst die Grundlagen, dann miss deine Fortschritte gerne auf Monkeytype.
Du fragst dich, wo du anfangen sollst? Lies schneller tippen lernen oder probiere Typiq 30 Minuten kostenlos über die Typiq-Startseite aus.
Häufig gestellte Fragen
Ist Monkeytype ein Schreibtrainer?
Nein. Monkeytype ist ein Schreibtest, kein Trainer. Es misst dein Tempo und deine Genauigkeit an Textabschnitten, hat aber keinen strukturierten Lehrplan und keine Fingerführung. Es setzt voraus, dass du bereits tippen kannst. Wenn du von Grund auf lernst, brauchst du stattdessen einen echten Schreibtrainer wie Typiq.
Kann ich mit Monkeytype das Zehnfingersystem lernen?
Nicht wirklich. Monkeytype bringt dir die Grundstellung nicht bei, zeigt dir nicht, welchen Finger du nehmen sollst, und korrigiert deine Technik nicht – es misst nur, was du schon kannst. Zum Schnellerwerden ist es großartig, sobald du bereits blind tippst, aber um die Grundlagen zu lernen, brauchst du ein Werkzeug, das die Fingerstellung tatsächlich vermittelt.
Ist Monkeytype kostenlos?
Ja, vollständig. Monkeytype ist kostenlos und quelloffen unter der Lizenz GPL-3.0, ohne Premium-Stufe, ohne Abo und ohne Bezahlschranke. Es finanziert sich über freiwillige Unterstützung – Spenden, Merch und optionale Werbung, die standardmäßig aus ist. Kostenlos ist eine echte Stärke von Monkeytype.
Was kostet Typiq, und gibt es eine kostenlose Version?
Typiq kostet 18,99 € als einmaliger Kauf für eine lebenslange Lizenz, ohne Abo. Es gibt außerdem eine kostenlose 30-Minuten-Testversion, die keine Karte und keine Anmeldung braucht, damit du es vor der Entscheidung ausprobieren kannst. Details findest du auf der Kaufseite.
Funktioniert Monkeytype offline?
Monkeytype ist eine browserbasierte Website ohne dokumentierten Offline-Modus, du solltest es also am besten als Online-Werkzeug behandeln. Typiq dagegen ist eine native App, die nach der Installation vollständig offline läuft – praktisch in Klassenräumen mit schwachem WLAN oder überall ohne verlässliche Verbindung.
Hat Monkeytype eine Desktop-App?
Keine offizielle. Monkeytype ist eine Web-App, die du im Browser nutzt; es gibt keine offizielle App für Desktop, iOS oder Android. Alle App-Store-Einträge unter dem Namen Monkeytype sind inoffizielle Wrapper von Dritten. Typiq ist eine native App, die du auf Mac, Windows, Linux und Chromebook installierst.
Soll ich Monkeytype oder Typiq nehmen?
Nimm Monkeytype, wenn du bereits im Zehnfingersystem schreibst und einen kostenlosen, anpassbaren Weg willst, dein Tempo zu messen und zu verbessern. Nimm Typiq, wenn du das Tippen von Grund auf lernst, ein Kind unterrichtest oder das Zehnfingersystem nie gelernt hast – es vermittelt Technik mit Fingerführung in Echtzeit, läuft offline und kostet einmalig 18,99 €. Viele nutzen am Ende beides: mit Typiq lernen, dann das Tempo auf Monkeytype verfolgen.


